"das schwarze buch von anja nowak erzählt auch von der beziehung, die das bild und das abbild zueinander unterhalten, von der unterhaltung zwischen einem fotografierten schatten und einer zeichnung dieses schattens, deren unterschied sich der wahrnehmung entzieht, deren differenz und identisches erscheinungsbild seite für seite im schatten der definierbarkeit zu liegen kommt. zwischen bild und abbild liegt eine wahrnehmung, die sie aneinander angleicht, beide gleich erscheinen lässt – identisch und verwechselbar, austauschbar nur im horizont ihrer ähnlichkeit, ihrer möglichkeit, die seite zu wechseln, den platz zu tauschen und die rolle des anderen zu spielen."

Eine medientheoretische Lesung des Schwarzen Buches 1 von Anja Nowak. Mag. Dr. Andreas Spiegl ist Kunsthistoriker und Vizedirektor der Akademie der bildenden Künste Wien. Veranstaltet in Studio Salon für Kunstbuch Wien.